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Blogs an der Hochschule - Typische Lehrszenarien

Bei der Analyse möglicher Szenarien für den Einsatz von Blogs in der Lehre lassen sich drei grundlegende Ansätze unterscheiden, für die im folgenden jeweils ein exemplarisches Beispiel aus Lehrveranstaltungen an deutschsprachigen Hochschulen “live” dokumentiert ist. Für alle drei Szenarien gilt: Alle Einträge können von Mitlernenden, von Lehrenden oder von interessierten Web-Nutzern von außerhalb via RSS-Feeds empfangen und kommentiert werden (Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Blogs ausschließlich über ein passwortgeschütztes Login verfügbar zu machen. Dann entfällt jedoch die öffentliche Kommentarfunktion, und eine inhaltliche Vernetzung der Akteure über RSS-Feeds, Blogroll oder Social Bookmarking ist nicht möglich).

Studierenden-Blogs (Szenario 1)
Studierende an einer Hochschule führen einen persönlichen Blog, in dem Sie sowohl private Themen wie auch einzelne Unterrichtsfächer als Kategorie aufführen. Der Blog funktioniert im Prinzip als Lerntagebuch oder “e-Portfolio”, in dem Informationen, die im Web verfügbar sind, und eigene Ansichten zum Thema zusammengetragen werden. Im Vordergrund steht die Darstellung und Vernetzung der eigenen Arbeitsschwerpunkte und Interessengebiete und deren inhaltliche Vernetzung mit Lernenden an der eigenen und an anderen Bildungseinrichtungen. Ein typisches Beispiel für dieses Szenario sind die Blogs der Pädagogischen Hochschule Rorschach in der Schweiz (Prof. Martin Hofmann).

Aktive Blogs, Pädagogische Hochschule Rorschach (Schweiz):

  • E-Portfolio: Marika (Studierende)
  • E-Portfolio: Kordelia (Studierende)
  • E-Portfolio: Tamara (Studierende)
  • Meta-Blog des Projektes
  • Blog: Prof. Martin Hofmann (Projektleitung)
  • Hintergrundinformationen:

  • Vorstudie: Blogs als e-Portfolios
  • Studie: Bewertung von Blogs (e-Assessment)
  • Blog-Portal der Pädagogischen Hochschule Rorschach (Schweiz)
  •  

    Veranstaltungsbegleitende Blogs (Szenario 2)
    Der Dozent einer Lehrveranstaltung legt einen Blog an, in dem die Studierenden als Autoren registriert sind. In einer Kategorie für organisatorische Fragen werden Arbeitsaufträge und Informationen zum Verlauf der Veranstaltung publiziert. Die weiteren Kategorien folgen der jeweiligen thematischen Fragestellung der Veranstaltung. Ein gutes Beispiel für dieses Szenario sind die Blogs zu den Lehrveranstaltungen von Prof. Karsten Wolf an der Universität Bremen.

    Aktiver Blog, Universität Bremen:

  • Teachlab: Veranstaltungsbegleitender Blog
  • Hintergrundinformationen:

  • Blog: didactalab
  • Blog: Prof. Karsten Wolf
  •  

    Studierenden-Kurs-Blogs (Szenario 3)
    In diesem Szenario führen Lehrende einen zentralen Blog, in dem Aufgabenstellungen, Veranstaltungsverlauf und der Zugang zu den Blogs der Studierenden verfügbar gemacht werden. Jeder Studierende führt zusätzlich als Semesterarbeit einen eigenen Blog speziell für diese Lehrveranstaltung. Dieses Szenario ist für Studierende eine ideale Heranführung an das Arbeiten in der Scientific Community. Der Studierenden-Kurs-Blog bekommt durch seine thematische Fokussierung ein vom Studierenden definiertes, nach außen gut wahrnehmbares Profil, das im Idealfall zu Kommentaren und weiteren Vernetzungen einlädt. Dieses Szenario wird mit Erfolg an der Universität Wien von Prof. Wolfgang Schmale und seinen KollegInnen umgesetzt.

    Aktive Blogs, Universität Wien (Östereich):

  • Zentraler Blog der Lehrveranstaltung
  • Exemplarische Blogs von Studierenden aus dem vergangenen Semester:

  • Blog: Romana Brait (Studierende)
  • Blog: Michael Reiter (Studierender)
  • Blog: Mariela Stefanova (Studierende)
  • Hintergrundinformationen:

  • e-Medien-Strategie der Historischen Fakultät der Universität Wien
  • Weiterführende Informationen zum Thema Blogs in der Lehre finden sich im Blogbeitrag “Lernen und Kommunizieren mit Blogs



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    4 Reaktionen zu “Blogs an der Hochschule - Typische Lehrszenarien”

    1. Fernstudium

      Ich als Student würde es sehr begrüssen, wenn meine Professoren Blogs führen würden. Der Vorteil liegt hier in der einfachen Nutzung der Blogs, News oder Änderungen auf einer statischen Website einzufügen ist mit mehr Aufwand verbunden und die Kommentarfunktion mit der sicherlich auch die am häufigsten gestellten Fragen beantwortet werden, würde auch die Professoren-Postfächer entlasten.
      Mein Schwerpunkt ist e-Business und keiner meiner Professoren führt einen Blog…

    2. Wolfgang Neuhaus

      Tja, es gibt halt noch zu wenig gute Beispiele für eine sinnvolle Nutzung von Blogs in der Lehre, von denen sich die Professoren anstecken lassen könnten …

    3. Mediendidaktik » Blog Archiv » Blogs: Instrumente zur Selbstbestimmung ?

      […] Blogs an der Hochschule - Typische Lehrszenarien […]

    4. Mediendidaktik » Blog Archiv » Lernen und Kommunizieren mit Blogs

      […] Blogs an der Hochschule - Typische Lehrszenarien    (Mediendidaktik, 2006) […]

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